Parodontitis

Parodontitis Wien

Parodontitis, auch als Parodontose bezeichnet, ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates und wird durch bakteriellen Zahnbelag und Zahnstein verursacht. Sie ist die zweithäufigste Infektionskrankheit weltweit. Forscher gehen davon aus, dass zwei Drittel der Bevölkerung zumindest von milden Formen der Parodontitis betroffen sind.

Im Anfangstadium wird sie selten vom Patienten bemerkt, da sie keine akuten Schmerzen verursacht ; einziger Hinweis auf eine Erkrankung ist Zahnfleischbluten. Daher sollte dieses erste Anzeichen Anlaß für einen Zahnarztbesuch sein. Mit dem weiteren Fortschreiten der Erkrankung kommt es zur Lockerung von Zähnen, zurückgezogenem Zahnfleisch und Mundgeruch. Leider ist es dann oft auch schon zu irreversiblem Knochenabbau gekommen.

 

Wodurch entsteht Parodontitis?

Parodontitis ist eine durch bakterielle Beläge (Plaque) hervorgerufene Entzündung des Zahnhalteapparates. Dieser besteht aus dem Zahn, den ihn umgebenden Knochen , dem Zahnfleisch und den verankernden Fasern.

Jeden Zahn umgibt eine so genannte Zahnfleischtasche, das ist ein kleiner Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch. Dieser Bereich und die Zahnzwischenräume werden bei der täglichen Mundhygiene oft vernachlässigt, so kann es zu Plaqueablagerungen kommen.
Ab der Pubertät beginnen  die weichen Beläge in unserem Mund durch die Mineralstoffe im Speichel zu versteinern - Zahnstein entsteht. Dieser ist ein Fremdkörper und verursacht zunächst eine Gingivitis, eine Zahnfleischentzündung. Wird der Zahnstein nicht entfernt, greift die Entzündung  auf den gesamten Zahnhalteapparat über und wird zur Parodontitis mit den entsprechenden Folgen.

Warnzeichen für eine Parodontitis

  • Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder auch sonst, 
  • Rückgang des Zahnfleisches und Lockerung von Zähnen, 
  • Mundgeruch, 
  • Zahnbelag und Zahnstein, 
  • Lückenbildung zwischen den Zähnen und Zahnfleischschwellungen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Parodontitiserkrankung

Die Wahrscheinlichkeit einer Parodontitiserkrankung wird gesteigert durch verstärkte Plaqueablagerungen bei unzureichender Zahn- und Zahnzwischenraumpflege, vor allem bei Eng- und Fehlstellungen der Zähne

Allgemeinerkrankungen und erbliche Faktoren können das Krankheitsbild verstärken.  Weiters erhöht Rauchen das Risiko, an Parodontitis zu erkranken, um bis zu 600 %!  Ferner bietet eine zuckerreiche Ernährung den krankheitsverursachenden Bakterien optimale Wachstumsbedingungen.  
Schlecht sitzender Zahnersatz oder überstehende Kronen- oder Füllungsränder können zu erheblichen Reizungen am Zahnfleischrand führen. Erstes Anzeichen dafür kann ebenfalls Zahnfleischbluten sein.


Kann man Parodontitis heilen?

Ja, Parodontitis ist eine heilbare Krankheit. Durch eine Behandlung können alle entzündlichen Prozesse unterbrochen und ein Fortschreiten der Krankheit verhindert werden. Ihre Folgen können allerdings nicht wieder rückgängig gemacht werden.

Eine regelmäßige Behandlung und ein engmaschiges Kontrollsystem können das Fortschreiten der Erkrankung aber verhindern und den Halt der Zähne im Kiefer verbessern. Verlorengegangene Knochensubstanz bildet sich nicht mehr zurück und kann nur operativ wieder ersetzt werden.

Das Hauptaugenmerk bei der Parodontitisbehandlung liegt auf der mechanischen Reinigung der betroffenen Zähne. Ähnlich der Prophylaxe werden die Zähne zuerst gereinigt und dann poliert, um Bakterien und Zahnstein zu entfernen.  Danach erhält der Patient sehr genaue Hygieneinstruktionen, da bei der Parodontitisbekämpfung die häusliche Mundhygiene eine wichtige Rolle spielt.  Durch engmaschige Kontrollen durch den Zahnarzt kann ein Wiederauftreten der Krankheit verhindert werden.






Wie kann ich Parodontitis vorbeugen?

Eine gründliche häusliche Mundhygiene und regelmäßige professionelle Prophylaxesitzungen sind die beste Vorsorge gegen Parodontitis.
 
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